Vom 15. bis 19. Juli findet in Rupea (Rumänien), die Europameisterschaft der Junioren und Senioren in der Klasse F1E statt.

Hier im Blog wird direkt berichtet.

Bilder von der ganzen Mannschaft.

Als Abschluß die Weiterreise

Rupea – Bukarest – Skopje – Prilep

Zwei Tage war ich unterwegs von der Juryaufgabe bei F1E zum Selber-Fliegen-dürfen in F1B.

Corneliu brachte mich von Rupea zum Flughafen in Bukarest. Bei den 260 km hatten wir 1 ¼ Stunden Stau, davon allerdings rund 30 min wegen eines Unwetters in den Bergen zwei Tage vorher. Schlamm und Geröll mussten noch weg geräumt werden. Unterwegs frühstückten wir in dem Hotel, das in 2 Wochen die F3K-EM beherbergen wird.

Von Bukarest nach Skopje gab es keine andere brauchbare Möglichkeit als über Istanbul, Luftlinie wäre sehr viel kürzer gewesen. Auch auf dem kurzen Flug im fast vollen Airbus 330 (wohl um die 250 Passagiere) ließ es sich die Turkish Airlines nicht nehmen, uns mit Essen zu versorgen. War eine reine Akkordarbeit für die Flugbegleiter/innen.

In Flughafennähe in Skopje hatte ich eine Ferienwohnung für die eine Nacht. Der Vermieter zeigte mir den Bushaltestelle des „normalen“ Busses nach Skopje, sind rund 20 km. Mein Linienbus hatte wohl sein früheres Leben in Frankreich gehabt, die Sicherheitsaufkleber waren alle auf Französisch. Dort lernte ich, dass es Stuttgart auch in Skopje gibt. Der Zug, den ich mir wenige Tage vorher nach Prilep rausgesucht hatte, fuhr aber nicht – wegen Bauarbeiten. Aber für 8 Euro bracht mit ein recht komfortabler Linienbus (mit deutscher Vergangenheit) in 2,5 h nach Prilep. Neuer, schöner Busbahnhof in Sichtweite vom Hotel. Aber wie eine Wand stand die heiße Luft vor dem Gebäude. Prilep ist die Stadt des Marmors (überall leuchten die weissen Steinbrüche und die Schwerlaster bremsen den Verkehr aus), des Tabaks und des Freiflugs.

Das soll nun der letzte Beitrag im F1E-Blog sein – Fortsetzung folgt dann im F1ABCPQ-Blog über die WM/EM in Prilep.

Die Bilder sind vom Flug Instanbul (hier gewährte uns die Flugroute Sightseeing über Istanbul) und von der Busfahrt.

Bilanz des Teammanagers

Liebe Mannschaft, liebes Team,

ich möchte mich von Herzen bei euch bedanken, dass ich die Möglichkeit hatte, euch als Teammanager zu unterstützen. Es hat mir sehr viel Freude bereitet – auch wenn die eine oder andere Herausforderung dafür gesorgt hat, dass ich ein paar graue Haare mehr bekommen habe.

Trotz mancher Hürden hat alles hervorragend funktioniert. Gemeinsam haben wir, selbst mit einer vergleichsweise kleinen Mannschaft, eine erfolgreiche und schöne Zeit erlebt. Ich bin überzeugt, dass jeder Einzelne gestärkt aus diesem Wettkampf hervorgegangen ist und sich bereits auf die kommenden Wettbewerbe freut.

Ein ganz besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die den Weg nach Rupea auf sich genommen haben und uns tatkräftig beim Rückholen unterstützt haben. Ohne euren Einsatz wäre dieser Erfolg nur sehr schwer möglich gewesen. Euer Engagement und eure Hilfsbereitschaft haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet.

Ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Jahr zur Weltmeisterschaft noch mehr „Schlachtenbummler“ und Unterstützer dabei haben werden, die unsere Mannschaft vor Ort anfeuern und begleiten.
Vielen Dank für euer Vertrauen, euren Einsatz und die vielen schönen gemeinsamen Momente. Ich wünsche euch allen weiterhin viel Erfolg und freue mich schon auf die nächsten Wettkämpfe!

Herzliche Grüße,
Kai

Zweiter Weltcup-Wettbewerb

Zum Abschluss der Europameister wurde nochmals ein Weltcup-Wettbewerb ausgeflogen und es wurde ein kurzer. Schon im Vorfeld gab es Bedenken wegen der Wettervorhersage, den ganzen Nachmittag sollte es leicht regnen.

Geflogen wurde an der gleichen Startstelle wie die Senioren-Meisterschaft. Der Wind kam überwiegend von Süd mit 2 bis 4 m/sec, allerdings schwankte die Richtung ziemlich stark, auch parallel zum Hang und sogar von hinten. Durch den Richtungswechsel und der komplexen Geländestruktur war der Hang schwierig zu befliegen. Um 10 Uhr startete der Wettbewerb mit 240 sec Max und 90 min Dauer. Schon ¼ Stunde vor Beginn lag schon eine lange Reihe von Modellen vor der Startstelle. Da die Zeitnehmer etwas knapp waren, übernahmen auch Helfer der Piloten und die Piloten selber einen Teil der Zeitnahme. So waren nach 1 h schon alle durch – mit ganz wenigen Max. Viele der Teilnehmer fand in ihrem 5 min Startfenster keine guten Bedingungen und stellten sich dann hinten an der Schlange nochmals an – auch mehrfach. Schon nach der zweiten Runde war nur noch einer „sauber“.

Die rumänischen Hunde hatten längst die Modellflieger schon entdeckt und nutzen den Schatten der Autos und der Zelten für ihren Mittagsschlaf. Sie waren ganz friedlich und nicht aufdringlich.

Der dritte Durchgang wurde auf 75 min gekürzt und das Bangen und Diskutieren ging los. Das Wetterradar zeigte ein heftige Front mit Gewitter näher kommen. Nach einer Stunde waren alle geflogen und es wurde beschlossen den Wettbewerb zu be

Und wie ging es los: Heftige Windböen peitschten den Regen über das Gelände, ein ganz heftiger Wolkenbruch mit einigen Blitzen, aber kein Gewitter in unmittelbarer Nähe.

Um 16 Uhr Siegerehrung in dem Hotel, in dem das Bankett stattgefunden hatte. Und nicht ganz wenige von uns werden sich schon in einer Woche in Prilep bei der F1ABCQ-EM und der F1ABPQ-Junioren-WM wieder treffen. Große Überraschunng: Der Junior Carlo Lammersmann Gozalo (GER) gewinnt die Gesamtwertung und damit auch die Junioren-Wertung bei diesem Weltcup-Wettbewerb.

Ich werde am Montag/Dienstag nach Prilep weiter reisen, dort dann nicht mehr als Jury, sondern als F1B-Teilnehmer an der EM.

 

Siegerehrung der EM und des ersten Weltcups

Die Siegerehrung fand am Samstag Abend auf dem Parkplatz unterhalb der Burg statt, wo auch die Eröffnung gewesen war.

Das Örtchen Rupea

Zwischen Modellabnahme und Eröffnung am Dienstag blieb mir Zeit für einen Spaziergang durch den kleinen Ort Rupea, der von einer mittelalterlichen Burg überragt wird.

Rupea liegt in Siebenbürgen, nördlich von Braşov (Kronstadt), und hat auch den alten deutschen Namen Reps. Laut Wikipedia wohnen hier rund 5000 Menschen, darunter einige Hundert ungarischer und knapp hundert deutscher Abstammung, auch einige Hundert Roma. Kleine Gassen, eine breite Hauptstraße mit allerlei Geschäften, eine gotische Saalkirche.

Durch die unterschiedliche Herkunft der Bewohner im Laufe der Geschichte, haben hier die meisten Ort zwei oder gar drei Namen. Das macht es manchmal schwierig sich zu orientieren, manche Karten  verwenden die heutigen, rumänischen Namen, einige die alten deutschen (auch Wetter im Internet).

In einem kleinen Café machte ich Pause, dann steil hoch zur Burg, zur Besichtigung reichte die Zeit leider nicht mehr. Auf dem Parkplatz der Burg fand auch die Eröffnung statt, jetzt nachher wird dort die Siegerehrung sein.
Das Haus mit Pool davor ist das „Headquarter“ der Organisation, hier wohnen alle, auch die Jury. Frühstück und Abendessen gibt es in einem nahe Hotel (hier auch das Bankett), 5 Autominuten. Zum Gelände braucht man etwa 20 min.

F1E Senioren-Tag zusammengefaßt

Konrad Zurowski (POL) ist der neue F1E-Europmeister, als einziger flog er fünf Volle.
Team-Europameister wurde Deutschland.
Guadalup Gonzalo Aguete (GER) wurde nicht nur Vizemeisterin bei den Frauen (hinter Mara Straffelini, ITA), sondern auch dritte in der Gesamtwertung.
Überhaupt die Frauen bei dieser EM: unten den ersten Fünf sind drei Frauen!

Wie schwierig es zu fliegen war, sieht man schon daran, dass nur der Sieger in allen fünf Durchgängen die Maximalzeit von 240 sec erreicht hatte. Eigentlich war es ein sehr schönes Wetter, gut 25 C warm, 0 – 2 m/sec Wind, maximal 3/8 bewölkt. Aber der schwache Wind kam aus drei Richtungen, immer wieder wechselnd: mal von vorne, mal von einer Seite, mal von hinten – das macht Hangflug sehr schwierig. Von zwei Seiten kam jeweils eine Hügelreihe ins Tal herein, da sollte man dazwischen durchtreffen, wenn man überhaupt so weit kam. Ohne Thermik war nicht viel zu machen. Ab und zu machten sich größere Ablösungen durch kräftige Böen bemerkbar. Langes Warten und abstauben war oft angesagt – aber oft nicht erfolgreich. So konnte man in Abwandlung eines Spruches in einer Wintersportreportage sagen: „Sie standen an den Hängen … und es geschah nichts.“

Schon ab dem dritten Durchgang lag Konrad Zurowski alleine an der Spitze. Geflogen wurde immer 65 min und dann 10 min Pause bis zur nächsten Runde mit einer Mittagspause nach der dritten. Hier gab es dann die vorbestellten Essen. In den Pausen gab es immer schon den aktuellen Stand der Ergebnisse.

Um 16:35 standen die Meister/innen fest, ein Stechen war dafür nicht erforderlich. Trotz der Prozentrechnung gab es einen Gleichstand auf Platz 22 – aber die beiden Kandidaten verzichteten auf ein Stechen.
Für Samstag steht die Siegerehrung der EM und des ersten Weltcups auf dem Programm – bei bestem Wetter. Am Sonntag soll der zweite Weltcup folgen – bei recht kritischer Wettervorhersage. Ein Vorziehen des Weltcups schien der Wettbewerbsleitung nicht möglich.

 

 

F1E Senioren Tag

5. Durchgang

Lupi 3. und 2. bei den Frauen
Alexander 4.
Uwe 10.
Leon 17.
Im Team wohl Europameister, warten noch auf die offizielle Bestätigung.

4. Durchgang

Alle 4 Max.

3. Durchgang

Max 240
Uwe: 240
Lupi: 237
Alexander: 168
Leon: 98

2. Durchgang

Max 4 Minuten
Alexander: 240
Uwe: 240
Lupi: 240
Leon: 183
Die Strömung hat auf den Hang gedreht und es wurde Thermischer.

1. Durchgang

240 Max
Alexander: 240
Leon: 177
Uwe: 141
Lupi: 147
Leon schreibt: Wir haben konstant 0-1 m Rückenwind, sehr schwere Bedingungen….