Der vierte Durchgang war recht interessant von den Flügen her gesehen. Die Bewölkung hatte auf 7/8 zugenommen, der Wind auch mit 4 – 7 m/sec. Geflogen wurde von 14:00 bis 15:15. Es gab wunderbare, „Fast-Standflüge“, die Modelle erreichten in der Thermik große Höhen ohne sich allzu weit von der Startlinie zu entfernen – allerdings schoben sie oft weit seitlich weg mit dem Querwind. Den aufkommenden Wind schätzten Einige allerdings nicht richtig ein und so trieben ihre Modelle ins Lee ab mit entsprechend kurzen Flugzeiten. Nach dieser Runde waren noch zwei Piloten und eine Junior-Pilotin im Rennen um den Sieg.
Der letzte Durchgang von 15:15 bis 16:30 war ähnlich dem vierten. Manche Modelle trieben weit ab und wer keine große Höhe erreichte, konnte hinter dem Querrücken verschwinden bevor es das 300 sec Max erreicht hatte. Danach waren es nur noch Zwei. Die Jugendliche Anna Arkhypska (UKR) hüpfte ganz begeistert und nahm ihre Mutter in die Arme als sie das fünfte Max erreicht hatte und so ins Stechen kam. Daniel Baldea (ROM) schaffte es auch ins Stechen, während Radu Vasilescu (ROM) es mit 234 sec nicht erreichte und sich am Ende mit dem 4. Platz begnügen musste.
Weit unten am Hang fiel dann um 17 Uhr die Entscheidung: 7 min Arbeitszeit, 7 min Max. Hier unten war der Wind deutlich schwächer, aber weiterhin ziemlich parallel zur Hauptrichtung des Hangs. Anna ging zuerst, das Modell landete nach wenigen Metern. Als keine weiteren Aktivitäten zu erkennen waren, frage ich: waren das wirklich mehr als 20 sec? Daniel war inzwischen gestartet. Und kann doch Hektik auf, das Modell wurde rasch zurück geholt, besser eingestellt und so reichte es zu einem Wiederholungsflug. Der brachte mit 52 sec zwar auch nur den zweiten Platz, sah aber neben der Siegerzeit von Daniel mit 73 sec wesentlich besser aus. Als ich Anna zum zweiten Platz gratulierte und erwähnte, dass sie ja die Junioren-Wertung gewonnen hat, ergänzte sie schneller als ich weiter sprechen konnte „und die Frauenwertung“.
Bilder vom Weltcup-Wettbewerb flogen etwas später.
Der Endstand des Weltcup-Wettbewerbs:
