Wanderung von Dupjacani über das Kloster Treskavec nach Prilep

Die Wanderungen über die Berge um Prilep wäre mit den gut 800 Höhenmetern und 17 km an sich schon kein Spaziergang, aber erste Teil des Wegs von Dupjacani bis zum Kloster war eine Herausforderung. In weiten Bereichen war der schmale Pfad in der Natur nicht zu erkennen. Und die gelegentlich vorhandene Wegmarkierung war sich öfters nicht mit der Komoot-Führung einig. So musste ich mich immer wieder auf die richtige Spur zurück kämpfen.

Der Taxifahrer, der mich zum Ausgangspunkt Dupjacani im Norden von Prilep brachte, lebte 55 Jahre in Deutschland und war jetzt frisch zur Rente in seinen Geburtsort zurück gekehrt. So gab es während der Fahrt gleich noch Informationen über Mazedonien, über Prilep, über den Marmorabbau (einer der besten in der Welt, wird meist nach Griechenland im LKW transportiert und geht dann per Schiff weiter).

Außer einer Familie, die das Kloster besichtigte und etwas unterhalb parkte, traf ich den ganzen Tag niemanden – nur zwei Schildkröten und eine Gämse, abgesehen von den Vögeln in der Luft. Das Kloster wird im Reiseführer als eine wichtige Besonderheit beschrieben. Der Klosterbereich macht zumindest von außen einen guten Eindruck, die Kirche mit ihren Fresken dagegen ist eher desolat. Ein Blechdach schützt vor dem Regen, Balken im Innern vor dem Zusammenbrechen.

Der Weg von dort hinunter nach Prilep ist in zwar auch weitgehend ein schmaler Pfad, aber immer gut zu erkennen und problemlos zu begehen.

Das letzte Stück des Wegs ist dann ein geschotterter Feldweg, in glänzendem weiß. Man läuft hier auf Marmorabfall – gibt es wohl nicht allzu oft.