6:03 Uhr und 8,5°, als wir morgens aufs Flugfeld fahren. Gegen die Sonne sehen wir den Start des F1A-Stechen. F1A-Starts faszinieren mich immer wieder oder immer noch, wenn ich sehe wie Piloten aus 50 m Leine 140 m Starthöhe rausholen. Frankie und Stefan sind auch dabei, aber bei Seiferts lief er Morgen etwas zu langsam an, um sie beim Stechen zu unterstützen.
Dani wird heute den Wettbewerb in F1C mitfliegen, sein bestes Training vor allem dafür, nichts zu vergessen und alles mit und bereit zu haben. Innerhalb der Familie haben wir schon einige Running Gags deswegen. So läuft Philipp jetzt im Moment noch einmal zurück zum Auto, um eine Spritze für die Tankbefüllung zu holen.
Phil selber will heute trainieren und wird sich mit Micha irgendwo ins Gelände stellen, abseits des Trubel. Claus-Peter startet auch im Welt Cup, Andreas, Hagen und Bernhard ebenfalls, Familie Lammersmann will trainieren. Soweit mein Wissensstand.
Der Morgen wunderbar ruhig, wie um 6:00 Uhr zu erwarten, die Stechmodelle trieben kaum ab, vielleicht etwas Richtung Müllkippe, die von Störchen und Hunden bewacht wird.
Beim Gang zur Startestelle treffe ich Frankie, der überhaupt nicht zufrieden mit seinem Stechflug oder besser dem Start war. Auch bei Stefan hat es wohl nicht geklappt.
Aber vielleicht war das eine gute Generalprobe oder Premiere für die Europameisterschaft.

Erster Durchgang. Vier Minuten sind zu fliegen.
Dani tauscht zu Beginn der ersten Runde noch das Modell, weil ihm sein Erstmodell nicht gefällt, es ging zu zögerlich auf nach dem Start. Dadurch kommen wir erst nach guten 50 Minuten Durchgangszeit an die Startstelle, als alle schon weg sind. Nur Slava, der F1C Weltmeister, steht noch neben uns an der Startstelle. Mit dem warten wir. Warten zum Glück mit Geduld, denn gerade sind 3 B Modelle neben uns abgesoffen. Die Sonne dabei schon sehr intensiv.

Dani wählt einen Startmoment, obwohl unser Nachbar Slava stehenbleibt. Aber gutes Training, denn der Motor läuft nicht rund und Dani braucht einige Zeit, in startbereit zu bekommen. Verwirft dann brutalst, der Übergang entsprechend miserabel, und er bremst ihn runter. Der Zeitnehmer nickt und sagt zweiter Versuch in perfektem Deutsch.

Guter zweiter Start für Dani, trotzdem eher schwacher Übergang, und im Gleitflug findet der Kahn keine Ruhe, liegt auf dem rechten Ohr und landet dann noch unglücklicherweise verfrüht im Hügel gegenüber. 73 Sekunden.

Für den Weltcup schade, aber als Training kann es gar nicht besser laufen. Lieber jetzt die Fehler bauen und in Ruhe erkennen und analysieren.

Im 3. Durchgang eine Megablase, die Claus-Peter mit anreisst und in Megahöhe bei 2:40 bremst. Der Flieger kommt trotz Bremse kaum raus, gleitet erst mit dem Wind ein Stück mit, bevor er sich dacegen dreht und langsam sinken kann. Derweil fliegen andere in der Blase über Kopf ausser Sicht, und auch Nachbar Slave hängt sich mit tollem Start (Foto) nochmal rein. Ein Storch hängt mittendrin in der Blase, und Schwalben schiessen auf Kopfhöhe durch die Startstellen.

Auch Daniel packt im 3. eine dicke Thermik aus oder hängt sich rein, so gut, dass sich der Flieger trotz im höchsten Fall mittel guten Start und mittel gutem Übergang, nicht nur gut hält, sondern am Ende auch reinhängt und mitgeht. Schadenur, dass die Bremse erst bei 7 Minuten 50 kam, was mir persönlich Flüche in mehreren Sprachen auf die Zunge lockte. Aber auch das gehört wohl zum Training.

Bilder folgen.