7. Durchgang

Folgt.

6. Durchgang

Folgt.

5. Durchgang

Folgt.

4. Durchgang

Folgt.

3. Durchgang

Folgt.

2. Durchgang

Zweiter Durchgang, Stanislav am Start.
Guter Start, guter Kraft Flug, und es scheint auch gute Luft zu sein. Nach dem Übergang dort oben allerdings etwas enge Kreise, die Männer an der Startstelle fachsimpeln auch. Möchtest du wedeln, rufe ich Stanislav zu, der dem Modell hinterhergeht und seine Jacke auszieht. Michael Jäckel ruft per Funke das Wedelteam aus dem Zelt, und sie laufen ins Feld. Das Flugbild die ganzen 4 Minuten kein sicheres, auch leichtes Pumpen ist dabei, mein Micha meint später, das war vielleicht die erste richtige Thermik des Tages. Risiko, würde Bernd Silz sagen, doch es wird trotzdem ein Max.
Stanislav holt das Modell selbst zurück, sehe ich jetzt. Das beruhigt.

Bernhard ist an der Startstelle. Neben uns landet Kulakowsky ungebremst im hohen Gras, das ukrainische Wedelteam ratlos daneben. Es ist Wind aufgekommen, und die Einstellungen vom ersten Durchgang scheinen nicht mehr zu funktionieren. Das haben wir gerade bei Stan gesehen.

Bernhard guter Start, relativ steil für seine Verhältnisse. Der Kahn nimmt es aber gut mit, auch wenn er uns zittern und rum! rum! rum! rufen lässt. Doch dann tut er es auch, kommt rum und baut den Kraftflug gut aus. Das Wedelteam ist drunter, so sicher sieht er für mich auch noch nicht aus, und auch die Wedler sehen das so, sie fangen an. Es ist jetzt wirklich tückisch.
Nach zweieinhalb Minuten stabilisiert der Flieger sich endlich ordentlich und steigt auch mit der Thermik, sehr schön anzusehen jetzt und die Wedler entspannen auch.
Schöner Fahrstuhl, sagt André Seifert, und Micha Jäckel fügt hinzu, und das um halbe Neune, und mein Micha meint auch hier, das ist die erste fette Thermik heute. Max.

Der Wettkampfdirektor kommt an unsere Startstelle und sagt, Deutschland zur Modellkontrolle. Auch wir wissen nicht genau, welchen Piloten er wohl meint, beschließen den nächsten Starter zu schicken, das ist Andreas.

Jetzt kommt verzögert die Durchsage, dass Bernhard zur Kontrolle soll, und André geht als Assi mit.

Neben uns fazzt Per Findahl einen Gummi beim Aufziehen und der schlägt ihm mit Maschine vor die Schulter. Ich halte alle die Luft an bis Per, sichtbar benommen, der arme Kerl, sich wieder rappelt und auf den Beinen ist.

Andreas startet gut. Die Startverzögerung zwischen Abwurf und Propellerlauf lässt mich immer wieder kurz den Atem anhalten. Guter Kraftflug, und das Modell legt in sehr guter Höhe die Blätter an. Sieht gut aus, aber je weiter es auf den berüchtigten Hügel im Nordosten des Geländes zutreibt, umso weniger gefällt uns das Flugbild. Bei anderthalb Minuten fangen die Wedler an ihre Shirts zu schwingen. Bei zweieinhalb Minuten leichtes Pumpen, die Höhe aber gut und es scheint wirklich Luft zu sein. Wobei er jetzt nach links dreht und wieder zu uns zurückzukommen scheint. Dann fängt er wieder an zu pumpen. Nervenberuhigende Flüge sind das hier wirklich nicht. Dreieinhalb Minuten, und jetzt fliegt er wieder ruhig um 10 Sekunden vor Max dann doch wieder zu pumpen. Ein Max wird es trotzdem.

Lara ist Modell an der Startstelle. Von den Wedlern kommt die Durchsage, dass sie Stanislav Funkbremse gefunden haben im Gelände, die der beim Wedeln verloren hatte. Man muss auch Glück haben und ein richtig gutes Wedelteam, das auch suchen kann. Danke dafür!

Lara startet. Der Kraftflug diesmal ohne Bremse, aber das Modell ist danach nicht in wirklich guter Höhe. Die Wedler werden gerufen und sind auch schon dran.
Nach 2 Minuten sieht der Flieger halbwegs stabil aus, und hat auch noch nicht gebremst. Es ist nämlich das gleiche Modell wie in den vorherigen Bremsungen im Kraftflug. Bei 3 Minuten das Modell dann in wirklich guter Höhe, sehr stabil. Max.

Im Schattenzelt kommt ein Franzose vorbei und plaudert mit Paul, fragt ihn nach seiner Rolle heute. Paul erklärt, er sei Coordinateur der Wedler und wedeln heißt wohl auf Französisch mouliner. Der Franzose grinst und hat dann die Erkenntnis: AAh! Messieur Moulinex

1. Durchgang

Erster Durchgang. Wir sind an Startstelle 19, dem eher unteren Ende der Startlinie. Neben uns Serbien und Kroatien, wenn ich das richtig sehe, starke Teams.

Unsere Startreihenfolge hält sich ans Team T-Shirt, sagt Michael Jäckel: Stanislav zuerst, dann Bernhard, dann Andreas, dann Lara.

Schon gestern gab es während des Jugendwettbewerbes in B Diskussionen an den Startstellen, wenn Piloten zu weit weg aufzogen. Diese Diskussion bei B ist nicht neu, wird gefühlt an jeder großen Meisterschaft neu geführt, und doch versuchen die B Piloten immer so wenige Umzüge mit ihrem Bock wie möglich herauszukitzeln, was es den Mannschaftsführer nicht immer einfach macht.

Neben mir beim Kroaten fazzt der erste Gummi.

Stanislav kommt an die Startestelle. Micha und Micha sind da mit der Thermikmaschine, wobei Seiferts Thermikmaschine im Moment verschwunden ist, und das bringt uns sehr aus dem Gleichgewicht. Irgendwo in diesen langen Wettbewerbstagen ist sie auf der Strecke geblieben.

Stans Gummi reißt beim nachdrehen. Wechsel zu Bernhard.

Einige B sind jetzt schon gestartet, und die sehen nicht alle gut aus. 4 Minuten sind zu fliegen, und doch kreisen einige in 20 m Höhe über der Startstelle.

Bernhard kommt an die Startstelle, André Seifert ist Helfer und an seiner Seite.
Zwei Stellen weiter kommt Per Findahl mit einem B Modell und meldet sich an. Die Schweden haben wohl ein volles Team, er ist einer davon. In guter Tradition hat auch sein B Modell ein rosa und ein grünes Ohr.

Guter Start von Bernhard, nachdem 2 oder 3 Modelle neben uns den Bart angerissen haben. Bernhard sagt, ein bisschen steil geworfen, aber der Kraftflug ist sehr gut und stabil.

Über uns nur schwarze Kohlemodelle, Bernhards aber gut zu erkennen, da auch er ein rotes und ein grünes Ohr hat. Es fliegt solide eine Platzwunde nach der andern.
Obwohl er im Gleitflug leicht Höhe verliert, ist er zu keiner Zeit gefährdet und fliegt solide 4 Minuten. Erster Max für Deutschland.

Stanislav als zweiter und macht einen gigantisch senkrechten Start, ohne jede Drehung im Modell, einfach senkrecht hoch. Ein Moment Luft anhalten, bis der Flieger rum kommt, aber er tut es verlässlich und gut.
Auch der Gleitflug lässt keine Wünsche offen, Michael Jäckel, meint einmal, vielleicht etwas schnell, aber das Modell bremst ohne dass es wesentlich an Höhe verloren hat.

Andreas steht am Start. Er startet vielleicht ein bisschen flach, aber das Modell nimmt das mit und hängt sich gut auf. Gute Höhe. Keiner geht hinterher, aber gute Höhe. Lara mit dem Modell auf dem Weg zur Startestelle um sich direkt anzumelden, wenn Andreas fertig ist. Mein Micha sagt, ach, er schwebt ja, als Andreas Flieger vor unserer Startstelle im guter Höhe vorbeigleitet, ein ungefährdeter Max.
Erneuter Fehlstart für Lara, wie gestern im siebten, denn nach einem guten Abwurf bremst das Modell noch im Kraftflug. Ähnliches eben wie gestern, als das Modell auch im Kraftflug bremste, allerdings etwas später als diesmal, und es scheint der Modellnummer nach das gleiche Modell zu sein.

Lara kommt wieder an den Start jetzt mit einem anderen Modell.

Guter Start von Lara. Mein Micha sagt, jetzt muss er nur noch fliegen. Bei noch keinen 2 Minuten wird das Wedel Team gerufen, denn so richtig sicher ist der Flug nicht. Die Wedler sind jetzt drunter, aber das Modell wird immer schneller, je mehr es an Höhe verliert.
Bei 2 Minuten 40, haben wir jede Menge Wedler drunter, aber bei 3 Minuten kurvt das Modell nicht einmal mehr wirklich, sondern fliegt nur geradeaus, und das sehr schnell. Kommt jetzt wieder auf die Startstelle zu in 5 m Höhe. Liegt bei drei 48 unten.

„Slowenien“ wird über Mikro zur Modellkontrolle gerufen. Dürfen die sich jetzt aussuchen, welchen Piloten sie hinschicken?

Vorbereitung

F1 B. Tag 6:27 Uhr, und es waren gute 16°, als wir aufs Gelände gefahren sind. Jetzt wird das Lager aufgebaut, emsiges Treiben, der Vorbereitungsbereich wimmelt. Gefühlt ist die Woche hier allerdings sehr lang, und jeder ist jetzt froh, dass der Erwachsenen-Wettbewerb endlich Fahrt aufnimmt mit der dritten Klasse und sich auch irgendwie einem Ende zuneigt, übermorgen mit C. Jugend und Erwachsene zusammenzulegen ist eine enorme Belastung, allein schon durch die lange Zeit, durch jeden Morgen neuen Fotos auf eine neue Klasse und neue Piloten. Und eigentlich ist man immer dabei, entweder man wedelt oder man schreibt oder man sorgt sonst irgendwie dafür, dass das Team versorgt ist. Und das Team sind 34 Leute.

Unser Philipp hilft heute Morgen Stanislav an der Startestelle. Dani ist gerade nach kurzer Begrüßung des Feldes wieder zurück ins Hotel gefahren und will nur schlafen schlafen, die Woche zehrt an uns, das sagte mir heute Morgen auch mein unterer Rücken. Andererseits: wie viel Spaß macht es mir, nach vier Jahren wieder bei einem Wettbewerb dabei zu sein! Habe ich sehr vermisst.