Stechen

Stechen F1A:
– Ron Startstelle 26
– 1. FO um 18.00 Uhr
– 6 min Flugzeit, mit Altimeter zwecks Zeitmessung, keine Höhe
– Altimeter muss nach Flug sofort bei WBL zur Auslesung vorgelegt werden
– 2. FO ca. 19.00..oder 19.15 Uhr, je nach Dauer der Auswertung, über 8 min, mit Altimeter ohne Höhe
– anschließend wieder Altimeter vorlegen, zur Zeitkontrolle
– Morgen 6.00 Uhr 3. FO über 10 min, mit Altimeter zur Zeitkontrolle

Erstes Stechen und nach guten 2 Stunden Ruhe in brütender Hitze, die schwer auf uns lag, raffen wir uns und gehen zur Startstelle. . . Wobei es jetzt deutlich kühler ist, die Sonne schwächer wird, und auch ein Lüftchen weht, aber nicht zu
viel für ein Stechen, eher gerade richtig.

Dominik Andrist startet auf 18, Lauri auf 23, wir auf 26. So sind wir alle relativ nahe zusammen.

18:01 Uhr und kein Time Keeper bei den Schweizern auf der 23. Und keiner scheint sich zu kümmern.

Der Wind geht auf die Kirche auf dem kleinen Berg. Dani kommt noch schnell mit isotonischen Kaltgetränken in gelben Dosen an die Stadtstelle und verteilt sie.

18:02 Uhr ist das Stechen noch nicht angepfiffen.

Eine Zeitnehmerin kommt verwirrt auf die 25 gelaufen, doch da sind schon welche. Ich schicke sie zu den Schweizern auf die 23.

18:04 Uhr.

18:05 Uhr und der Wind kommt

18:09 Uhr und das ganze Feld wartet. Die Piloten stehen aufgereiht, die Helfer mit den Fliegern in der Hand.

Jetzt kommt der Director langsam die Startlinie entlang, checkt, ob die Zeitnehmer da sind. Dafür hat er anscheinend 10 Minuten gebraucht.

An der 24 fehlten wohl die Startkarten und auch ein Stift. Jetzt kann es losgehen.

Anpfiff 18:12Uhr, bei dem Wind Richtung Kirche kein Kindergeburtstag.

Sekunden später, Dominik schleppt schon. Laurie auch.

Lauri geht, fantastischer Start, fantastischer Übergang.
Dominik schleppt, Ron ist noch am Boden

Dominik ist auch gestartet, ich höre Frankie sagen, super Start, habe ihn nicht gesehen. Strömung ist Richtung Kirche. Lauri mit guter Höhe. Ron steht noch.

Noch 4 Minuten Arbeitszeit

Noch drei Minuten und ein Ukrainer schleppt Ron im Grunde vor der Nase. Das hilft nicht. Ron noch am Boden. Jetzt geht der Ukrainer, guter Start. Ron steht noch, die Luft scheint aber gut zu sein, was jetzt an gut überhaupt noch geht.

Nach 2 Minuten

90 Sekunden

Der Wind sehr stark, Ron geht, sehr guter Start, erstmalig ohne Nicker, super. Mein Micha ruft, warum so schnell, Ron, du hattest doch noch 50 Sekunden?!

Der Wind nimmt den Flieger gleich mit. Höhe macht er nicht in den ersten Sekunden, und die Wedler werden hinterher geschickt, ich versuche zu wedeln, aber ich breche ab, weil der Flieger viel zu schnell ist. Ich gebe zu, dass Phil schneller ist als ich, und ein paar Schwünge geben „die jungen Wedler“ ihm noch mit. Aber so richtig in die Thermik kommt der Flieger nicht. Noch hält er sich, aber nicht in Thermik, nur in halbwegs guter Luft.

Am Ende sind es 3 Minuten. Noch nicht sofort Entspannung, denn das Signal funktioniert nicht, aber bevor wir alle aufbrechen und in den Wiesen suchen, hat Dani den Kahn gefunden.

Zeiten gibt es noch nicht, nur habe ich gehört, dass der amtierende Europameister angeblich bei 125 unten lag. Aber wie gesagt, das sind nur Gerüchte.

Mit Dominik spreche ich gerade, der lag bei irgendwo fünfeinhalb Minuten im Hügel. Und Lauri muss nach dem Superstart runterspiralt haben, lag bei zweieinhalb Minuten unten.

18:51 Uhr und wir machen uns auf. Die Startstellen sind verlassen. Im Moment keine Anzeichen für ein Stechen um 19 Uhr.

7. Durchgang

Letzter Durchgang. Das Team ist an der allerletzten Startestelle, Nummer 26 oder so, während Daniela an Startestelle 1 startet. So waren wir den ganzen Tag treu zusammen und nebeneinander und müssen uns doch jetzt trennen, sagt Micha Jäckel.

Ich selbst gehe mit an die Startstelle des Teams, mein Micha ist am Startstelle 1 bei Serens als Ass Team Manager 😁. Die ganze Startlinie sicherlich 150 m lang.

In der Pause ging eine Windhose durch die Schattenzelte und auf Kommando hielten mir alles fest. Nicht fest hielten wir diverse Muscheln, die in lichter Höhe um uns herum waren, und eine wurde fliegend von Lara gefangen.

Rundenbeginn und an der Nachbarstartstelle, der vorletzten, fehlen die Teilnehmer bei den Finnen. Frankie steht schon im Gelände und wartet auf gute Luft, Enrico gibt frei.

Frankie schleppt sehr tief. Die Leine hing wohl fest, und auch scheint kein Wind zu sein, tote Hose. Weiter hinten im Gelände fliegt Laurie, legte einen fantastischen Start hin. In den gleichen Bart startet jetzt auch Frankie mit einem soliden Start und Übergang, Lauri aber deutlich höher.

Frank bremst und trudelt und trudelt, steigt dabei auch noch. Ist auf 435m im Moment wo ich dies schreibe trotz Bremse. Er trudelt und trudelt, wird auch dabei abgetragen. Phil, der Rückholer ist aber drunter.

Derweil schleppt Ron. Und geht, macht seinen Nicker und legt sich fett in die Thermik, sieht sehr gut aus. Klasse. Der Bart trägt ihn zum Stechen. Super Leistung! Er bremst bei irgendwo um 2 Minuten 20, und das Ding trudelt ewig.

Stefan geht hoch und schleppt.
Stefan ist gestartet, kein guter Start, aber da waren starke Böen im Startbereich vor ihm. Bei den Windhosen, die wir heute schon gesehen haben, war das wohl besser.
Das Modell hat sich noch nicht stabilisiert, fängt an zu pumpem bevor es sich tatsächlich mit dem Pumpen hochzieht, wie im Fahrstuhl ruft man. Ein sicheres Ding zum Abschluss.

Glückwunsch an Ron zum Stechen!

Die Schweizer haben beide Piloten im Stechen und könnten Hilfe gebrauchen, sagen sie am Fresszelt.

und zur Ergänzung – Daniela hat den letzten Durchgang sehr souverän voll geflogen. Endlich sind wir seit dem 4. Durchgang wieder „im Flow“ mit allen Maxen. Zu spät, aber immerhin….

6. Durchgang

Sechster Durchgang. Frankie steht vorn und wartet. Geht raus und fliegt 2 oder 3 Kreise, feuert dann aber sehr schnell an und startet. Guter Übergang, fast perfekt sagt man an der Startestelle.
Nachdem Frank den Bart angerissen hat, gehen einige hinterher. Höhe gut, wobei er jetzt ein bisschen auf Strecke geht und einen riesigen Kreis anfängt. Kommt aber gut rum, wunderbar anzusehen. Das wird ein Max. Bei 2 Minuten 40 will er bremsen, der Rückholer ist schon fast drunter. Und es wird eh einige Zeit vergehen, bis der Kahn unten ist aus lichter Höhe.

Ron geht raus. Angelika hatte ihm gerade noch etwas zu essen mitgebracht, aber er kann jetzt starten und will es auch. An der Nebenstelle mit Serens wird beschlossen, dass André jetzt Danielas Flieger freigibt. Ron startet, diesmal kein Nicker, sondern perfekter Übergang.

André ruft, Paul! Dampf! Dampf! Die Blase steht nämlich noch über uns, Ron kreist über uns. Daniela startet, im Anzug einen Hauch langsam und André, ruft Lauf lauf, und dann schafft sie es. Startet gut, aber der Flieger ist nicht happy. Er fällt übers Ohr, verliert direkt viel Höhe, wird aber auch abgetragen, so dass die Wedler kaum hinterher kommen. Dann, schon weiter im Feld, macht der Flieger schon in geringer Höhe auch noch große Kapriolen, geht rauf geht runter, aber hängt sich dbei tatsächlich dick in die Thermik und packt plötzlich richtig an. Er steigt weg und wird zum sicheren Max.

Stefan geht.
Und hängt sich trotz Nicker gleich in den Bart. Andere Modelle folgen in den gleichen Bart, und sie alle kreisen hoch, hoch über uns, trudeln minutenlang, bis sie nach der Bremse wieder am Boden sind.

Ron hat wohl in der vorletzten Runde auf 500m gebremst.

5. Durchgang

Fünfter Durchgang. Frankie zieht hoch, während neben uns ein Israeli in ähnlich turbulente Luft wie Frank im Durchgang vorher kommt und geschüttelt wird. Der Israeli hat aber Glück und wird von der Thermik mitgenommen. Mit einer Seelenruhe startet Frankie und mit so wenig Bewegung wie möglich, um sein Knie zu schonen. Sehr guter Start.

Die Wedler sind immer noch im Feld, aber bei dem aufkommenden Wind ist nicht mehr viel zu wedeln. Franks Flieger liegt aber gut drin, braucht kein Wedeln.

Ron geht raus, startet fast sofort und macht seinen üblichen Nicker. Über ihm in der Höhe drei Störche, auch andere Flieger neben ihm, jetzt so hoch, dass er wahrscheinlich Brandflecken von der Sonne bekommt. Michael Jäckel ruft, brems! Die Modelle bei diesen Wetter machen kaum Strecke, sie gehen nur nach oben. Ron bremst, nachdem er noch ein paar Sekunden lang die Höhe auskostet, hört man.

Stefan geht und hat eigentlich einen guten Start mit dem üblichen Nickern zwar, aber eigentlich gut. Kann sich aber nicht etablieren im Bart und fliegt raus und sucht, wir wedeln. Er wird sehr schnell abgetragen im Feld, und nur wenige Wedler kommen hinterher und schaffen es nicht, dem Kahn wieder genug Höhe zu geben, halbwegs Luft, die in trägt. So kann er sich zwar noch erstaunlich gut halten, liegt aber trotzdem bei 160 unten. So eine Seuche.

Daniela mittlerweile an der Startstelle. Sie hatten sich die Zeit genommen, zu reparieren. Ich bin derweil schon im Schatten, weil das Team durch war, höre jetzt aber durch das vom Gerät, dass Daniela einen weiteren Fehlstart hat.

Frankie zeigt mir gerade die Auslesung seines Flugs der letzten Runde: in 2 Sekunden ging der Flieger von 70 auf 30 Meter, mehr als die Hälfte der Höre verlor er.

Daniela wieder startklar. Paul geht jetzt vor dem Wind ins Gelände und jemand anderes lässt für Daniela den Flieger los. Aus der Ferne sehe ich einen guten Start. Das Modell fliegt einen sicheren Max, zumindest wenn ich aus der Ferne das richtige im Auge hatte.

Ein Serbisches Modell schlägt in unsere Startstelle ein und trifft drei mit einem Streich: beide Michas und den Schweizer Dominik, Lars angeblich auch noch. Schulter, Schulter, Bauch.

4. Durchgang

Frankie steht am Start, Daniela auch.
Bei jedem Staat ziehen wir vier Startstellen weiter, so dass wir jetzt langsam im unteren Drittel oder im hinteren Drittel der Startlinie sind, weit weg von den Autos. Hier ist es wahrscheinlich am besten oder sichersten zu starten. Hinten im Feld sehe ich die Schweizer schleppen, Laurie.

Frank zieht an. Es ist eng dort, ein anderer Starter ist sehr nah, aber Frankie behält die Ruhe. Fliegt Kreis um Kreis, startet, klasse Start! Bombenstart höre ich von der Startstelle.

Daniela hat den nächsten Fehlstart. Wieder direkt nach dem Abgeben geht das Modell zu boten.

Derweil hat Franks Flieger hat „einen Schlag“ mitbekommen, ist von der Blase wohl abgepralkt, so sagt man, sah es aus, fliegt jetzt ganz rechts raus. Das wird nichts. Er ist wohl erst aus der Blase raus gedrückt worden, höre ich jetzt, und als er dann wieder rein wollte, weggedrückt worden. Sehr ärgerlich, 115 Sekunden

Ron steht am Start, neben Daniela. Beide warten.

Über dem Startfeld hat sich ein riesiger Bart gebildet mot einigen Modellen drin, gleichzeitig hat sich aber der Wind gedreht beziehungsweise zieht diese riesige Blase den Wind wohl nach. Ron startet relativ spät in dieser Blase, Daniela und Paul warten noch, es war sehr eng an der Startstelle. Jetzt versuchen Sie sich besser gegen den Wind zu drehen.

Daniela startet, und tatsächlich macht der Flieger beav seine Kurve und geht der dicken Blase hinterher. Der tut jetzt richtig gut.

Die Flieger in dieser Blase jetzt in der Höhe fast außer Sicht. Irgendwo dort drin ist auch Rons Flieger, und Danielas marschiert brav hinterher und versucht sich unten noch rein zu hängen, schafft es auch. Er bremst später in riesiger Höhe, Roms Flieger allerdings in der Stratosphäre derweil bei den Störchen.

Im Feld weiter hinten sehe ich Dominik Andrist einen guten Start hinlegen. Sekunden später zieht auch Stefan auf, schleppt aber noch. Ein dicker Bart sehr hoch sehr nah bei der Startstelle, aber da kommt eher nicht mehr hin. Er wartet.

Startet nach ein paar Kreisen mehr, pumpt leicht, stabilisiert sich aber dann. Gute Start. Er hat den Bahn angerissen, und einige gehen hinterher, haben aber nicht seine Höhe. Hier an der Startestelle ist es in dem Moment noch komplett windstill, erst verzögert kommt die Ablösung, und der Bart ist jetzt direkt über uns. Das passt.

So eine Seuche mit Frankies Flug. Den haben wir alle noch nicht ganz kapiert oder verkraftet, weil er ohne jedes Vorzeichen war. Und auch unglücklich. Stefan ist in dieser Sekunde noch in Riesenhöhe, direkt über mir.

Zwischendurch

Gleich beginnt der 4. Durchgang. Lars Rink macht übrigens Zeitnehmer. Eingeteilt ist er heute eigentlich als Wedler, aber er hat sich tatsöchlich gestern morgen sehr den Zeh verletzt, humpelt, und da muss Wedeln nicht sein. Angelika hatte sich eigentlich für die Zeitnehmerstelle gemeldet, nachdem unser TM gefragt hatte, wer es von uns machen würde, denn dem Veranstalter sind gestern bei dem sehr anstrengenden A Tag der Junioren jede Menge Zeitnehmer weggebrochen, die mit Ankündigung heute einfach nicht wiedergekommen sind. Als dann aber klar war, dass Lars nicht wedeln sollte, hat Angelika seine Wedelposition übernommen, und Lars macht Zeitnehmer.

Großer Dank an dieser Stelle auch an Stanislav. Er hat einen tragbaren Kühlschrank mit großer Batterie dabei, der unsere Getränke schon seit Tagen kalt hält. Das hilft. Das hilft einer enorm. Danke auch an Andy und Angelika Gey für Ice Towels, leichte Tücher oder Schals, die man in einem Becher anfeuchten kann und sich um den Nacken binden kann. Sie kühlen den Körper enorm runter, während die Feuchtigkeit langsam verdunstet. Eins hält etwa für eine Runde.

Zurückholen klappt bisher sehr gut, denn wir haben einige Fahrräder zur Verfügung.

3. Durchgang

Dritter Durchgang, 3 Minuten Flugzeit.
Das Team hat die Startreihenfolge gewechselt. Frankie geht jetzt vor, danach Ron, und Stefan möchte als Letzter. Es wird von Viertelstunde zu Viertelstunde heißer oder die Sonne intensiver, aber auch der Wind frischt wieder auf. Zu Ende des 3. hatte er wieder ganz abgeflaut, jetzt ist er wieder da. So geht es mit dem Hin und Her der letzten Tage weiter.

Daniela steht an der Startestelle, Frankie auch, beide parallel. Unsere T-Shirts wunderbar auffallend, sowohl die Startstelle als auch die Wedler sing sofort zu orten, und selbst die Rückholer kann man fern im Gelände fantastisch sehen.

Frankie geht oder zieht zumindest an. Und startet jetzt wirklich, ein sehr guter Start.

Daniela neben ihm hat einen Fehlstart, ich sah ihn nicht. Sie hat den Flieger wohl gar nicht hoch bekommen, hörte wohl auf zu laufen und kurz nach dem loslassen ging der Flieger zu Boden, obwohl der Moment angeblich gut war.

Frank derweil in toller Höhe, ganz sicherer Flug. Der Flieger schleicht und lässt sich Zeit.

Daniela nebenan zweiter Fehlstart, aber ich konnte ihn wieder nicht sehen, weil ich Frankie hinterher gesehen hatte.

Bei dem kommt Bremse dann allerdings wieder in nur maximal 10 m Höhe und er ruft, das halt ich gar nicht aus, so ein Streß! Schon wieder!, lacht aber dabei.

Ron steht am Start, die Störche kommen auch.

Ron startet, wieder ohne dass ich es sah, da ich gerade mit Daniela sprach und irgendwie zu viel gleichzeitig los ist, doch an der Startstelle witzelt man, Ron habe ihn recht lustlos rausgelassen. Ich suche den Himmel ab. Tatsache ist, das Modell hat Bombenhöhe, genau über mir, senkrecht über der Startstelle. Der scheint sicher.

Daniela war natürlich enttäuscht und zurück an der Startstelle fragt sie, ob sie irgendwelche Fehler gemacht hat. Mein Micha meint, sie habe prima angezogen, das Modell sei aber nach dem Loslassen sofort nach links ausgeschert und direkt in den Boden gegangen. Eventuell hätte sich beim ersten Fehlstart etwas verstellt.

Derweil fliegt Ron senkrecht über mir fast außer Sicht.

Stefan geht hoch und fast sofort raus. Guter Start, ein, zwei Nicker, ein Dritter aber dann, aber an der Startstelle kommt der Wind nach. Der Moment also gut, aber die Nicker nicht. Der Flieger hat Höhe verloren, sich dann aber stabilisiert. Micha Jäckel schreit wedeln und 10 Sekunden später Reicht! Das Ding ist sicher, drei Mäxe für Deutschland. . .

2. Durchgang

Zweiter Durchgang, 4 Minuten, Flugzeit, Stefan schleppt schon, Daniela wartet noch.
Langsam kommt Wind auf. Stefan wechselt schleppend auf die andere Seite des Startfeldes und der Startlinie. Paul und Daniela lassen sich diesmal ausdrücklich Zeit, haben noch nicht einmal die Leine ausgezogen, sondern beobachten das Startfeld, die Windfahnen und was geht, nutzen die Stunde allein, die sie haben.

Stefan schleppt und hat einen Bart mit Modellen über ihm drin durchgelassen. Vielleicht war der aber auch schon weg oder zu hoch. Jedenfalls schleppt er noch, aber an der Nebenstartstelle startet Daniela, angeblich zu früh wie man sagt an der Startstelle, selbst das Wedeln bringt nichts.

Stefan geht, aber die Leine hängt dran, geht nicht ab. Frankie macht sich fertig.

Die Leine hing also am Modell und fiel runter, als der Zeitschalter kam und das Modell runter kam.
Die Zeitnehmer wollen die 25 Sekunden als Zeit aufschreiben, die das Modell brauchte von Loslassen bis Bodenberührung. Michael Jäckel lässt natürlich nicht mit sich reden und sie akzeptieren den Fehlstart. Frankie steht bereit.

Frankie geht, nicht hoch und raus, zieht einen Kreis und zupft am Modell, einen 2. Kreis, denn es ist schwer. Danielas Zeit sehe ich auf der Karte zweistellig, unter 100 Sekunden.

Wir sind schon bei Minute 17.

Kreis 6 gefühlt bei Frankie. Fast fällt ihm eine türkische Leine in seine. Im letzten Moment zieht der türkische Pilot sie runter, Frankie zieht zeitgleich an und legt einen guten Start hin.

Jetzt höre ich, dass Danielas Moment durchaus gut war oder zumindest vielversprechend aussah. Nur dass das Modell nichts davon angenommen hat und aus der Luft raus flog . . .

Das Wedelteam wird für Frankie aktiviert, aber eigentlich sieht der Flug sehr gut aus und steigt auch.
Ist nicht fett, aber reicht, auch wenn das Modell noch pumpt, auch zu schnell wird, auch nach links driftet, aber fliegt, noch fliegt, fliegt, Max. In 5 m gebremst.

Minute 23 und Ron ist am Start.

Minute 32 und er schleppt noch.
An der Startestelle stellen wir fest, dass heute eine schwitzende Wärme ist. Schon um 8:45 Uhr ist es zu spüren. In dem Moment geht Ron und hat wieder einen kleinen Nicker im Übergang. Wunderbar ruhiges Flugbild, saubere Kreise, kein Höhenverlust, eher leichter Gewinn, ein Flug, der gerade gut tut, nach der Hektik zu Beginn der zweiten Runde. Als er auf die 4 Minuten zu fliegt, steigt er noch mal enorm, man möchte ihn fast nicht bremsen sehen. Sicherer Max. Aber tatsächlich bremst er auch nicht, erst gute 20 oder 30 Sekunden zu spät, und jetzt sind wir doch erleichtert.

Derweil ist Stefan zurück an der Startstelle.
Neben uns schreit sich der türkische TM sich mal wieder und wie bei jedem Start die Seele aus dem Leib. Lauf! Scheint auf Türkisch Kooosch! zu heißen, Kooosch! Aber die Starterin läuft nicht genug, kriegt den Kahn nicht ausgeklinkt, der TM hat fast einen Herzinfarkt vom Schreien, und das Modell rast senkrecht auf dem Boden zu und steckt. Michael Jäckel neben mir fragt nur, warum hat das keiner gebremst? Stefan schleppt derweil.

Der Wind wird in Sekunden stärker und dreht auf Nord. Stefan schleppt noch immer, hält sich nah am Weg, nah an den Autos. Noch einige schleppen, es sind noch 15 Minuten Durchgangs Zeit.
Stefan geht.

Guter Start, etwas unruhig für mich vielleicht, über ihm vier Störche. Wir wedeln, eine Minute, zwei, aber eigentlich ist das Ding sicher.

3 Mäxe für Deutschland und schon wird die nächste Runde angepfiffen.

1. Durchgang

Durchgangsbeginn, Flugzeit 4 Minuten.
Daniela startet hoch und raus. Guter Start, solide Start, aber die Höhe ist relativ. Das Wedel Team teilt sich auf und versucht ihm etwas mitzugeben.

Daneben zieht Stefan auf und schleppt, geht etwas vor das Feld. Pünktlich mit dem Anpfiff kommt tatsächlich etwas Luftbewegung auf, und unsere Deutschlandfahne an der Stadtstelle bewegt sich erstmalig. Die Startlinie steht wieder mit dem Wind, umziehen heute ist also zu erwarten.

Das Wedeln für Daniela reicht nicht, die Luft reicht nicht, Daniela liegt unten bei 3 Minuten 14. Stefan schleppt relativ weit vor dem Startfeld. Im Startfeld geht zweimal eine Gruppe los, sie sehen aber nicht zu dick aus. Stefan wartet weiter. 18 Minuten vorbei.

Minute 24 und Stefan schleppt. Micha Jäckel ruft, Enrico Zeit!
Minute 25 und Stefan macht einen guten Start, die Startstelle klatscht. Solider Flug, der zwar nicht an Höhe gewinnt, eher leicht abnimmt, aber zu keiner Zeit gefährdet ist.
Maximum.

Minute 39 und Fränki ist startbereit, plant hoch und raus. Geht dann raus und schleppt doch noch einen Kreis, im zweiten startet er, guter Start, guter Übergang .
Im Gleitflug eine ruhige erste Runde, bei der er aber an Höhe verliert. Uneinigkeit, ob wedeln oder nicht wedeln. Der Team Manager fragt, der Pilot entscheidet, und doch ist man sich im Team weiter nicht einigt und ruft hin und her. Dann wird doch ein bisschen gewedelt, aber der Flieger ist eigentlich schon fast zu weit weg. Und vor allem nur von vorn!, gibt noch jemand die richtige Anweisung . . . Am Ende bremst der Flieger in Verlängerung der Startlinie, die voll längs im Wind steht, in 4m Höhe. Ein gutes Pferd springt so hoch es muss. Max.

Ron hat jetzt noch 21 Minuten. Er schleppt vor dem Feld und geht zeitig raus. Der Start war meiner Meinung nach nicht optimal, der Übergang endete mit einem starken Nicker, die Luft mittelmäßig. Der Flieger gleitet zwar ruhig und sicher, aber verliert dabei durchaus an Höhe. Wir wedeln, und wie Frank bremst Ron in guten 5 m Höhe. Drei Mäxe für Deutschland, aber sichere Kisten sind das hier noch nicht. Bei keinem übrigens. Während des Durchgangs haben wir viele Modelle kämpfen sehen, und nicht alle haben gewonnen.

Vorbereitungen

5:52 Uhr, 16° als wir auf das Gelände fahren. Ein sehr ruhiger Morgen, der Mond ging leuchtend orange um 4:30 Uhr unter, als wir aufgestanden. Es ist windstill. Noch.
Das ist gut und wichtig, denn der A Tag der Junioren gestern war beschenkt mit reichlich Wind. Nicht nur, dass er drehte von Viertelstunde zu Viertelstunde, auch die Stärke und die Böen zwischendurch machten es der Jugend wirklich schwer. Auch den Rückholern, die immer näher an das Kirchlein auf dem Berg ran mussten.
Heute holt F1C für F1A zurück, und Erfolg wird auch davon abhängen, wie gut die Modelle zurückkommen.

Frankie kann Gott sei Dank starten. Sein Humpeln seit dem Stechen im Weltcup wurde nicht besser dieser Tage, doch die Konsultation eines Arztes gestern und ein vernünftiges Umkleben des Knies in wunderbaren Türkisblau passend zu seinen Turnschuhen sollten ihm heute Halt geben.

6:13 Uhr Probestarts.

Verletztenliste wächst:
– Sonnenbrand
– Schulter
– blaue Zehen
– Knien
– Erkältung …

Start Reihenfolge ist Stefan zuerst, dann Frankie, dann Ron, von dessen Sonnenbrand erschreckende Bilder kursieren. Das Team ist an Startstelle 3, Daniela daneben allein an 4, Micha Jäckel Team Manager beim Team, Micha Seifert bei Daniela.