Der Junioren-Tag bei der F1E-Europameisterschaft
Der Junioren-Tag bei der EM war fest in der Hand der Gastgeber, alle drei Goldmedaillen gehen nach Rumänien: Stefan Baldea in der Einzelwertung, Adriana Radukanu bei den Frauen und auch das Team (vor Polen und Frankreich).

Im Vorfeld hatten einige Teilnehmer Bedenken wegen der Anfahrt zum Gelände, die über einen schlechten Schotterweg und auch über einen Erdweg sein musste. Am Abend nach dem Weltcup-Wettbewerb war ein heftiger Regen über dem Gelände herunter gegangen und am Tag danach war die Anfahrt zum Trainieren für viele nicht möglich. Doch im Laufe des Tages verbesserten Baumaschinen die Zufahrt deutlich und so konnte heute (also Donnerstag) das noch etwas weiter entfernte Gelände ganz ordentlich erreicht werden. Der neue Hang war nach drei Seiten befliegbar, aber mit Gegenhängen nicht allzu weit entfernt. Zusammen mit den Wetterverhältnisse über den Tag sollte es sich zumindest für die Junioren als große Herausforderung erweisen. Noch drei Randbemerkungen: Toiletten gab es keine, wäre auch nicht einfach gewesen und Verpflegung gab es nur für die Organisation einschließlich Zeitnehmer. Aus dem Dorf wurde eine Gruppe von Jugendlichen angeheuert, die am Juniorentag neben den beiden offiziellen Zeitnehmern saßen und von ihnen eingelernt wurden für den Seniorentag.

Der Zeitplan war: Beginn um 10 Uhr, Durchgangszeit 65 min, 10 min Pause. Es begann pünktlich bei 0 – 2 m/sec Wind aus O-SO bei blauem Himmel. Großes Warten. Nach einer halben Stunde traute sich Carina L-G als erste, kurz danach dann eine ganze Welle. Nur vier Teilnehmer schafften das 240 sec Max, darunter der spätere Sieger Stefan Baldea (ROM) und Mia Mizrahi (GER). Im zweiten Durchgang Wind aus wechselnden Richtungen mit 1 bis 3 m/sec bei 2/8 Bewölkung und 25 C – da blieb nur noch Stefan übrig.

Im dritten Durchgang nahm die Bewölkung stark zu, schwarze Wolken verhießen nichts Gutes, lange Abschirmungen, weiterhin 240 sec Max – das schaffte niemand und so war alles wieder offen. Die Mittagspause wurde verlängert in der Hoffnung, dass sich der Wind zurück dreht. Tat er aber nicht, deshalb wurde die Starlinie um wenige Meter, aber „um das Ecke herum“ verschoben. Da der Gegenhang nicht weit weg war, nun mit 180 sec Max. Der Wind nahm heftig auf 3 bis 7 m/sec zu – eine große Herausforderung für die Junioren. Teilweise hatten die Modelle zu wenig Ballast um gegen die Wind anzukommen, teilweise schafften sie das Aussteuern nicht und schoben seitlich weg. Viele hatten Angst vor der schwarzen Front, auch das Radar sah ein Risiko für uns – hatte aber zum Glück nicht recht. Keiner schaffte das Max, aber mit 142 sec setzte der spätere Dritte Mikolay Pustelnik die 100%.

Und dann von 7 m/sec im vierten, nun fast gar kein Wind mehr im fünften Durchgang (0.1 m/sec). Drei schafften die 180 sec und Stefan Baldea konnte sich an der Spitze behaupten. Die deutschen Junioren landeten auf den hinteren Plätzen, am besten noch die frisch in F1E eingelernte Mia Mizrahi auf Rang 12.

Noch ein Hinweis, auf der FAI-Webseite unter News und bald auch Flickr auf gibt es Berichte und viele Fotos von der EM.
https://www.fai.org/news
https://www.flickr.com/photos/airsports_fai/sets/72177720334593533/