.Von Betscho ging es mit unserm Bus bisschen zurück und in ein Nebental in den kleinen Ort Ezeria. Hoch zunächst auf Karrenweg, dann auf schmalem Fußpfad. Heute war der Tag der Blumenpracht in allen Farben, weiß, gelb, hellblau, dunkelblau, violett. Je höher man stieg, desto weiter kam man im Frühjahr zurück, sogar bis zu den Schlüsselblümchen, aber auch Knabenkraut, gelbe Alpenrosen, weise und rosa Margeriten, Vergissmeinnicht und ganz viele andere mehr.
In einer winzigen Hütte mit der Aufschrift „Antons Kaffee“ lebt zeitweise ein Mann, der als Soldat der Georgischen Armee in Auslandseinsätzen war und ganz kurz nach Dienstende einen sehr schweren Unfall hatte – und weil nach Dienstende bekommt er nur sehr wenig Geld. Unten im Dorf lebt seine Familie, er ist aber lieber viel oben am Berg in der ärmlichen Behausung.
Nach dem Pass (Bakipass 2480 m) zwei unproblematische Schneefelder überquert, dann Abstieg durch relativ dichte Wäldchen von kleinen Birken, später wurden sie größer und der Abstand lichter. Gegen zwei Uhr erreichten wir einen kleinen See (Maseri) – endlich Vesperpause. Das Lunchpaket konnten wir in unserem Gästehaus nach dem Frühstück zusammen stellen.
Da der Wetterbericht nicht so eindeutig war, hatten wir Regensachen im Rucksack – zu Glück brauchten wir sie nicht. Die Berge gegenüber, vor allem auch der Uschba (4710 m) verhüllte sich meist in den Wolken.
Zum Schluss ging es dann steil hintern durch einen Nadelwald und eine ganz toll blühende Wiese. Dort wartete dann unser Fahrer und brachte uns nach Mestia (die Region mit den vielen Türmen) in unser Gästehaus für zwei Tage.
Komoot sagt 11,8 km, 810 m hoch, 880 m runter































