830 m rauf und 1260 m runter ist heute angesagt, von Stepanzminda Richtung Kloster Gergeti und Saberze Pass (knapp 3000 m) und dabei den Berg Kasbek (gut 5000 m) vor Augen. Optimales Wetter, blauer Himmel und der Kasbek zeigt sich schon in voller Schönheit.

Wir fuhren mit einem geländegängigen Kleinbus hoch bis kurz vor das Kloster, sehr gute Straße, allerdings viele enge Serpentinen und recht steil. Hätte aber unser normaler Bus locker geschafft. Hat wohl psychologische und/oder taktische Gründe hierzu ein anderes Fahrzeug anzuheuern.

Abwechselnd recht steil und dann wieder moderat ging es auf schmalem Pfad den Wiesenhängen entlang immer dem Kasbek entgegen. Unten noch Wäldchen mit kleinen Birken, oben dann an Schneefeldern vorbei. Küchenschellen, gelber Hahnenfuß, gelbblühende Alpenrosen, kleiner Enzian („Schusternägele“) und noch einiges mehr. Mit kleinen Verschnaufpausen hatten wir schon nach 2,5 Stunden die gut 800 Höhenmeter bewältigt.

Und oben auf dem Sattel das neue 360Grad Café, viel Glas in klassischer Hausform. Wir waren zeitig dran, später kamen relativ viele Leute hoch, auch 5 Pferde mit der Versorgung für die Hütte. Sie ist auch Ausgangspunkt für größere Berg- und Klettertouren, vor allem wenn noch mehr Schnee geschmolzen ist. Eine Wetterstation mit Übernachtungsmöglichkeiten am Rande des Gergeti-Gletschers konnte man sehen. Zum Kaffee der Hütte verzehrten wir unsere Lunchpakete. Das eine Foto durch die Scheibe ist der Blick aus des Plumps-Toilette – sie steht so weit vor dem Abhang, dass man höchstens vom Gegenhang reinschauen könnte. Runterzus auf einem anderen Weg mit Sicht auf das Kloster (und den vollen Parkplatz), Stepanzminda und die Bergkulisse dahinter.

Unten dann an der Kirche ein kleiner Kulturschock, die vielen Menschen, überall in Pose stehen für ein Handyfoto …. UNESCO-Weltkulturerbe kann auch eine Plage sein. Unser Reiseleiter sehnte sich 10 Jahre zurück, da sei es hier noch unverfälschter und ruhiger gewesen. Danach noch weiter abwärts bis ins Dorf Gergeti, dort holte uns unser normaler Bus ab.

Komoot meint 790 m hoch, 1100 m runter, höchster Punkt 2960 m, 10,2 km, reine Gehzeit 3:10 (aber, wie gesagt, die extrem kurzen Zeiten von Komoot sind mir nicht plausibel).

Abendessen dann im Gästehaus, im dem auch Reiseleiter und Fahrer übernachten. Aber auch hier waren fünf Gruppen zum Essen. Sehr vielfältig, sehr viel, sehr lecker ….