Drei Dinge standen heute auf dem Programm:
Fahrt von Uschguli nach Zkaltubo 4 h
Wellness in Zkaltubo 2 h
Lost Places in Zkaltubo 1 h

Die Fahrt ging über den Sagaro-Pass mit 2620 m. Vor wenigen Jahre wurde die Straßen neu gemacht und ist in gutem Zustand, fast überall zum Abgrund hin gut abgesichert. Wie hier üblich, entweder mit zwei Stahlseilen durch kräftige Pfosten oder mit schweren Betonteilen, die manchmal auch noch mit Stahlseilen verbunden sind. Früher war dieser Ausgang (von zwei) von Uschguli und Mestia ins „restliche“ Geogien nur mit Allrad-Fahrzeugen zu bewältigen.

Einige tolle Motive, vor allem wie sich die Straße den steilen Hang hinunter schlängelt und das mit den Schneebergen im Hintergrund, sind mir leider entgangen. Der Pass war nicht gekennzeichnet und als wir dann mal hielten, waren die besten Blicke vorbei. Man glaubt gar nicht wie lange man bergab fahren muss (selbst wenn die Serpentinen längst vorbei sind) bis man von 2620 m auf wenigen Hundert angekommen ist.

Immer wieder mal öffnet sich das Tal, kleine Ortschaften mit Landwirtschaft und so wie meist hier, einige Häuser im guten Zustand, einige in eher bescheidenem und einige leer oder ziemlich kaputt. Aber irgendwann sind wir dann doch in Zkaltubo (oft auch Tskhaltubo geschrieben – ähnlich unterschiedliche Transkriptionen wie bei anderen Namen, was das Suchen auf Landkarte und im Reiseführer oft schwierig macht). Der Ort liegt kurz vor Kutaissi.

Es ist ein alter Kur- und Sanatoriumsort, der in der Sowjetzeit seinen Höhepunkt hatte. Von den einst 23 Kurhäusern und Hotels sind noch 3 in Betrieb, und die – wie unser Hotel Legends auch – bisher nur teilweise renoviert und aktiviert sind. Kaffeepause nach der langen Fahrt in einem edlen Haus – davor parkt ein Mercedes-Maibach. Weiter in unser Hotel, ich hab zwei Zimmer mit jeweils zwei Betten. An vielen Stellen sind die Handwerker aktiv.

Da wir in einem Badeort sind, gehen wir ins Kurbad, für mich eine Vollkörpermassage und eine Schlamm/Fango-Packung. Die Massage war sehr ausführlich und angenehm, der heiße Schlamm auch.
Zu Gunsten eines der vielen „Lost Places“ verzichteten wir auf den Pool unseres Hotels. Wir schauen uns (von innen auf mehreren Etagen) ein riesiges Hotel an, es muss viele Hundert Zimmer gehabt haben. Keine Scheibe ist mehr drin, kein Treppengeländer, keine sanitären Einrichtungen … Anfangs der 90er Jahre war der Kurbetrieb zum Erliegen gekommen. Später wurden die leeren Hotels von den Kriegsflüchtlingen besetzt bis die Regierung Wohnungen für sie baute. Und obwohl der Kurbetrieb nur noch ein Bruchteil von damals ist, sind die vielen sehr großen Parks der Stadt in gutem Zustand.