Krusevo – die höchst gelegene Stadt des Balkans
Krusevo mit etwa 4000 Einwohnern liegt in Sichtweite von Prilep auf 1350 m oben am Hang. Für die Geschichte von Mazedonien ist der Ort von besonderer Bedeutung, weil dort 1903 nach einem Aufstand gegen die Osmanen die erste eigene Republik bestand, wenn auch nur für kurze Zeit. Jährlich am 2. August wird dies gefeiert – Inbegriff nationaler Befreiung. In Gedenken daran wurde das futuristische Museum/Denkmal „Makedonium“ gebaut. Leider sind meine Innenaufnahmen verloren gegangen, da ich beim Versuch, mein Kameraproblem zu lösen, die Speicherkarte verschlampt hatte. Und deshalb auch nur Handyfotos von Krusevo.
Der Ort liegt im Halbrund am Berg, steile, enge, meist gepflasterte Gassen führen nach oben. Früher gab es schöne Villen, manche nun gut renoviert, manche eher verunstaltet, manche in schlechtem Zustand. Touristen finden hierher, mehrere große Hotels gibt es. Gleitschirmflieger, Skifahrer und Mountainbiker fühlen sich hier wohl. Und der Ortsmitte gibt es genügend Kneipen, gut besuchte.
Der kleine Bus bringt mich vom Prileper Busbahnhof in 40 min nach oben. Nach dem Makedonium weiter zu einem sehr klassischen Denkmal auf einem Hügel außerhalb, das an die gleiche Historie erinnert und von Leuten errichtet wurde, denn das Makedonium zu abstrakt war – immerhin besteht eine Sichtachse zwischen den beiden Erinnerungsstätten.
Eine Kleinigkeit zum Essen und einen Eiskaffee, dann wieder mit dem Bus zurück. Der Ort unterwegs ist bekannt wir die große Zahl von bewohnten Storchennestern. Störche überflogen oft unser Fluggelände, suchten aber die Thermik meist dort, wo wir sie nicht erreichen konnten.


















