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Start Freiflug Elektromotormodelle

Elektromotormodelle F1Q

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F1QF1Q-Elektromotormodelle sind die jüngste Freiflugklasse und werden von der FAI noch als „vorläufig“ geführt. Die Auslegung der Modelle ist weitgehend frei. Um bei den unterschiedlichen Modellkonzeptionen und –größen eine vergleichbares Leistungspotential zu erreichen, ist ein modellspezifisches Energielimit von 5 Joule pro Gramm Modellgewicht festgesetzt. Maximal diese Energiemenge kann im Steigflug eingesetzt werden, um die Modelle auf eine möglichst große Ausgangshöhe für den anschließenden Gleitflug zu bringen. Als einziger begrenzender Faktor ist ein Modellgewicht von 550 Gramm definiert. Ab dieser Grenze wird keine zusätzliche Energiemenge erlaubt. Es steht also eine maximale Energiemenge von 2750 Joule zur Verfügung. Diese Regelung soll schwere und damit potentiell gefährliche Modelle verhindern. Für die Begrenzung der Energiemenge sind zwei Verfahren zulässig. Entweder muss in das Modell ein Energie-Limiter eingebaut werden (eine kleine Elektronik, die beim Erreichen des Limits den Motor abstellt) oder es muss vor dem Flug dem Zeitnehmer die korrekte Motorlaufzeit vorgeführt werden.

Aufgrund der geringen Regelungsdichte ist die auf Wettbewerben anzutreffende Modellvarianz recht groß: es gibt Modelle, die ähnlich den F1C-Modellen rasant senkrecht steigen. Andere Konstruktionen schrauben sich langsam in einer stabilen Steigflugspirale nach oben. Üblich sind Spannweiten zwischen 120 cm und 240 cm. Ziel der Konstruktion ist dabei, eine möglichst leichte aber dennoch ausreichend feste Struktur zu erhalten, um durch eine geringe Flächenbelastung gute Gleitflugeigenschaften zu erzielen. Die Fluggewichte der Modelle betragen je nach Größe zwischen 250 g bis 650 g.

Im Wettbewerb müssen sich die Modellsportler den gleichen Herausforderungen stellen wie die Kameraden der Klassen F1B und F1C. Innerhalb eines Durchganges, der rund 60 min dauert, kann der Pilot den Startzeitpunkt selbst auswählen. Im Gegensatz zu den F1A-Piloten muss die Thermik - die aufsteigenden Luftströme - ohne Mithilfe des Modells vor dem Start erspürt werden. Die Thermikbremse - das Leitwerk klappt hoch - unterbricht den Gleitflug nach Ablauf der vorgeschriebenen Flugzeit von 180 sec, um ein Entfliegen in der Thermik zu vermeiden. Vor allem bei stärkerem Wind kann das Modell trotzdem in dieser Zeit eine große Strecke zurücklegen und so ist das Auffinden und Zurückholen ein wesentlicher, auch sportlicher Aspekt des Freiflugs. Nach sieben Durchgängen wird zusammengezählt. Bei Gleichstand erfolgt ein Stechen, bei dem die Piloten im direkten Vergleich gegeneinander antreten. Hier wird wie in den etablierten Freiflugklassen üblich, die Flugzeit um jeweils 2 Minuten erhöht, bis ein Sieger feststeht.

Durch den geräuscharmen Elektromotor ist das Fliegen mit diesen Modellen auch dort möglich, wo Verbrennungsmotoren aus Umwelt- oder Lärmschutzgründen nicht eingesetzt werden können. Die Wettbewerbe erstrecken sich von lokalen Veranstaltungen über Deutsche Meisterschaften bis hin zu Weltcup-Wettbewerben.

Genaue Definition der Modellklassen siehe die Web-Site der FAI.

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